Auf Sparflamme: Benzineinsparungen durch Connected Cars

Beitrag von Matthias Schorer, Head of Strategy Consulting, CEMEA bei VMware

neuSoftware im Auto ist nichts Neues mehr für uns. Auch das selbständige und unfallfreie Einparken kennen wir inzwischen, auch wenn es die wenigsten bereits selbst ausprobiert haben. Doch Automobilhersteller und IT-Unternehmen verfolgen einen viel größeren Traum. Gemeint ist natürlich das Connected Car. Auf dem Mobile World Congress, der letzte Woche in Barcelona stattfand, konnten die Besucher bereits die ersten Ansätze bestaunen. Zudem haben mehrere Hersteller verlauten lassen, dass spätestens 2017 die ersten Modelle den Markt erobern sollen.

In meinem letzten Blogbeitrag habe ich einen Überblick über die aktuellen Bemühungen gegeben, die Vision des Connected Car so schnell wie möglich in die Realität umzusetzen. Der Fantasie scheinen kaum Grenzen gesetzt und es ist erstaunlich, welche immer neuen Vorteile die vernetzten Fahrzeuge uns bieten werden. In meinen kommenden Blogbeiträgen werde ich ein paar von ihnen näher beleuchten. Angesichts der knappen Erdöl-Ressourcen zählen die Benzin sparenden Funktionalitäten mit zu den wichtigsten Errungenschaften.

Die Basis des Connected Car besteht auf einem sehr regen Datenfluss. Die Datenübertragung funktioniert dabei in zwei Richtungen: Die Fahrer werden durch ihre Autos über die aktuelle Verkehrslage informiert und die Autos wiederum sammeln selbst während der Fahrt Daten über die aktuelle Situation auf der eigenen Route, wodurch sich erst ein großes Gesamtbild ergibt. In Echtzeit werden Informationen über das Verkehrsaufkommen zusammengetragen. Auf Basis dieser Daten können intelligente Prognosen erstellt werden, die potentielle Staus vorhersagen. Die Routenplanung der Connected Cars wird anschließend dementsprechend angepasst, sodass Staus und die damit verbundene Vergeudung von Sprit der Vergangenheit angehören.

Sehr gute praktische Beispiele sind Connected Horizon von Bosch und Continental eHorizon: Mithilfe topografischer Streckendaten und GPS-Signalen wird ein dreidimensionales Profil der Fahrstrecke erstellt – die Informationen werden an den Abstandsregeltempomaten und anderen elektronischen Steuergeräten im Fahrzeug weitergeleitet. Zusammen mit den OE-Softwareentwicklungen des Fahrzeugherstellers, die die Fahrweise dem Straßenverlauf anpassen, sorgen Connected Horizon ebenso wie eHorizon so für kraftstoffsparendes Fahren. MAN hat das Sensorsystem bereits im letzten Jahr integriert.

Bei MAN ist das System unter dem Namen Efficient Cruise verfügbar. Feldtests, die vom TÜV bestätigt wurden, ergaben eine Spritersparnis von über 6 %. Die Technologie ging 2012 in Serie. Laut Schätzungen von Continental konnten seitdem bereits über 195 Millionen Liter Diesel eingespart werden – das entspricht mehr als 260 Millionen Euro und über 515 Tausend Tonnen Kohlendioxid.

Das ist ein sehr guter Anfang, wie ich persönlich finde. Doch bei all den weiteren Vorteilen ist es nur die Spitze des Eisbergs. Behalten Sie den Blog im Auge und folgen Sie mir auf Twitter, wenn Sie gerne auch in Zukunft die Vorteile des Connected Car sowie aktuelle Entwicklungen verfolgen möchten.

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